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...es kömmt darauf an, Wave zu benützen / benützen zu können

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Ich glaube, Google-Wave könnte Twitter locker in den Sack stecken und Google ingesamt mit allen anderen Sachen, die sie so anbieten, aber die man sich irgendwie selber zusammensuchen und -denken muss (bspw. jetzt schon bei iGoogle), auch Facebook. Wobei ich jedoch zugeben muss, von Facebook nicht viel zu wissen: Mal ein Profil angelegt, etwas rumgeklickert, Einladungen freundlich abgelehnt ("Lass uns lieber weiter telefonieren") und nie wieder eingelogged.

Doch warum wird Wave über "Bla", "Blubb", "Hallo", "Echo" hinaus kaum genutzt (bekomme ich zumindest nicht mit, obwohl ich einige Google-Fanboys kenne)? Wenn ich Wave (und Twitter) richtig überblicke, könnte man mit Wave jetzt fast alles machen, was man mit Twitter machen kann. Doch eins kann man nicht: Sich erstmal(!) eine(!) eigene(!) "twavr.com/meineseite" mit einem lustigen Hintergrundbild anlegen. Oder???

"Aber warum sollte Google einen Twitter-Klon anbieten?" könnte ein Gegenargument sein. Antwort: > 140 Zeichen, keine Kurz-URLs, direkter Einbau von Youtube-Videos, aber insbesondere: sofort seinen Gmail-Kontakten followen können – und später irgendwann feststellen, daß man auch mit anderen zusammen eine gemeinsame "twavr"-Seite einrichten, das alles mit dem Google-Reader verknüpfen, Schach spielen, Doodle-mäßig Termine klarmachen und und und kann.

Zum Populär-Werden ist es auch vom Anspruch her zu unsexy. Die Meisten wollen erstmal nicht "collaboraten", sondern Kaffee-Tweets ins Web stellen. Auch der Name "Wave" klingt zumindest meinem Geschmack nach furchteinflößend abstrakt.

Doch womöglich höchstwahrscheinlich will Google nicht eine flüchtige Modeerscheinung anbieten, sondern etwas Seriöses, Solides auch für den Businessbereich (*Würg*) und deshalb gar nicht erst zu sexy werden. Wenn dem jedoch tatsächlich so ist, dann hätte (Achtung, lustige Provokation:) Google das Internet nicht verstanden: Daß irgendwann auch Businesskasper auf Twitter und Facebook (und vorher Second Life und My Space) aufmerksam wurden, hängt m.E. damit zusammen, daß diese Dienste im "Freizeit-Bereich" ganz schnell ganz populär wurden.

Oder Google wollte eigentlich alles ganz anders machen und hat einen anderen Fehler gemacht: Und zwar sich von Microsoft unter Druck setzen lassen. Um Microsoft die Bing-Show zu stehlen haben sie Wave möglicherweise schneller und unfertiger auf den Markt geschmissen, als sie das wollten. So könnte man jedenfalls Sätze deuten wie

Note: we are planning to release read-only access to wave in the future. For the time being, all participants to waves are active (read/write) participants, and must have wave accounts on Sandbox (...)

We anticipate adding this functionality directly to the Wave Embed API in the near future [code.google.com]

Und wenn ich das lese, frage ich mich: Wann soll ich mich das nächste Mal mit der Wave-API beschäftigen? In zwei Wochen? In einem halben Jahr? In zwei Jahren? Wen interessiert das dann noch?

Ehrlich gesagt, sind diese zitierten Sätze auch der Grund für dieses Posting: Eigentlich wollte ich den zig-trilliarden "Was-Denkt/Macht/Will/Fühlt-Google-Wohl?"-Beiträgen keinen weiteren hinzufügen, sondern mich heut nur mal etwas mit Wave und der API beschäftigen...

...ich bin für unsere langsamlebige Zeit vielleicht nur etwas zu ungeduldig. Demnächst ist dann bei Ben sicherlich wieder zu lesen, warum Google wieder einmal alles richtig macht ;)

Hier könnte Ihre Wave stehen...

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 KOMMENTARE

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Du bist einer der wenigen

Du bist einer der wenigen Leute, deren Texte ich in ihren Blogs immer bis zum Ende lese.



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@Marc: Das freut aber. Dabei

@Marc: Das freut aber. Dabei hast du gerade von diesen Dingen viel mehr Ahnung. Oder liest du nur bis zum Ende, weil du dich nach der Mitte fragst, ob man wohl noch mehr Quatsch in so einen Text packen kann? Egal: Zum Glück hab ich mit dem letzten Satz noch ein kleines Schmankerl reingepackt ;)



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He! Also bitte. Gerade was

He! Also bitte. Gerade was Wave angeht, hab ich doch gerade neulich noch gesagt, dass das für mich z.Zt eher so für die Tonne ist. Wobei das für Twitter auch gilt. Letzteres nutze ich nur noch, um Marc zu piesacken, hihi.

Trotzdem macht Google mit Wave einiges richtig, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht. Aber das ist eben Google … es sieht nicht schnell aus, weil es so groß ist. Wave wird dann bedeutender, wenn es als entweder woanders mitaggregiert werden kann, oder man andere Quellen dort einlaufen lassen kann, was beides auf Grund der API nur eine Frage der Zeit ist.

Außerdem ist ziemlich klar, dass wir wohl in Zukunft eine Integration mit Chrome und Chrome OS sehen werden. Dann wird das alles plötzlich leichter als Luft.



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@Ben_: "hab ich doch gerade

@Ben_: "hab ich doch gerade neulich noch gesagt" - das stimmt ehrlich gesagt.

"auf Grund der API nur eine Frage der Zeit" - genau darüber schreibe ich ja.

"Chrome OS" - Das ist nicht nur eine Inbox, sondern sogar ein OS zu viel.



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"Das ist nicht nur eine

"Das ist nicht nur eine Inbox, sondern sogar ein OS zu viel." – DAS glaube ich eben nicht. Wie soviele Dinge von Google, werden sei mit Chrome OS nicht "the next big thing", und auch kein "hicer shice". Sie werden sich eine kleine Nische im OS-Markt sicher und – und das ist das wichtigste – weiter alle anderen Software-Bereiche langsam unterwandern, zersetzen. Nie vollständig aber in immerhin so großen Nutzerzahlen, dass sich der Spaß für Google lohnt und für Micorsoft, Sun, Apple weniger lohnt.



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Nachtrag: Es ist dies der

Nachtrag: Es ist dies der perfide Erfolg von Google Docs. Als CIO ist es eigentlich ein Albtraum. Firmendaten auf den Servern einer anderen Firma. In einem fremden Land. Ohne die eigene Sicherheitsarchitektur. Untragbar, eigentlich. Wenn man aber nur ein halbes Dutzend Mitarbeiter hat, die es trotzdem nutzen WOLLEN, kann man fast nichts dagegen machen. Widerstand ist zwecklos.



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"Als CIO ist es eigentlich

"Als CIO ist es eigentlich ein Albtraum. Firmendaten auf den Servern einer anderen Firma. In einem fremden Land. Ohne die eigene Sicherheitsarchitektur. Untragbar, eigentlich. Wenn man aber nur ein halbes Dutzend Mitarbeiter hat, die es trotzdem nutzen WOLLEN, kann man fast nichts dagegen machen. Widerstand ist zwecklos." -- Also daran habe ich so meine Zweifel. So gewagt, wie ich es finde, "Kaffee-Tweets" zur Grundlage eines Geschäftsmodells zu machen, so gewagt fände ich es, deine These zu so einer Grundlage zu machen.

Aber ich irre mich ja öfters mal: "Demnächst ist dann bei Ben sicherlich wieder zu lesen, warum Google wieder einmal alles richtig macht ;)" -- Es muss wohl richtiger heißen: Demnächst ist HIER von Ben sicherlich zu lesen, warum Google wieder einmal alles richtig macht ;)

Übrigens: Sprichtst du aus Selbsterfahrung? Nutzt 'ihr' Google-Docs?



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Nachtrag: Grundsätzlich sind

Nachtrag: Grundsätzlich sind wir ja einer Meinung. Ich glaube, Google muss sowas wie einen Masterplan haben. Anders kann ich mir nicht erklären, daß man so viel in die Entwicklung toller Sachen investiert, aber 'erstmal' so unfertig/diffus anbietet. Aber ich glaube nicht, daß dieser Masterplan in Richtung Nischenmarkt abzielt.



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Also wenn "wir" Google Docs

Also wenn "wir" Google Docs nutzen würden, wäre ich nicht befugt, darüber zu reden.

Abgesehen davon: Eine nennenswerte Nische von 6 Millarden ist immer noch ein Millardengeschäft.



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